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Festakt 10 Jahre Seniorenrat am 1. Juni 2010 im Parlament


Juli 2010

Festredner Bundespräsident Dr. Heinz Fischer: "Seniorinnen und Senioren stehen nicht am Rand der Gesellschaft, sondern mitten im Leben."

Starke Stimme der Senioren

Vor 10 Jahren wurde durch eine Novelle des Seniorengesetzes der Österreichische Seniorenrat zu einer gesetzlichen Interessenvertretung im Rang eines Sozialpartners.

Ganz ohne Senioren geht es nicht mehr. Wenngleich die ältere Generation nach wie vor von gewissen Entscheidungsträgern wie z. B. in der Wirtschaft - vornehm ausgedrückt - vergessen wird: In den letzten 10 Jahren hat sich doch eine starke, nicht mehr überhörbare Stimme der Senioren etabliert. Der Österreichische Seniorenrat wurde vor 10 Jahren durch eine Novelle zum Bundes-Seniorengesetz als gesetzliche Interessenvertretung der älteren Menschen in den Rang eines Sozialpartners gehoben.

Bei einem Festakt am 1. Juni 2010 im Parlament wurde die Bedeutung des Seniorenrates als Interessenvertretung gewürdigt. Unterstrichen wurde dies durch die Anwesenheit der gesamten Staatsspitze: Bundespräsident, Nationalratspräsidentin, Bundeskanzler, Vizekanzler, Sozial-, Gesundheits-, Wirtschaftsminister, die Klubobleute der Parteien, VertreterInnen von Arbeiter-, Wirtschafts- und Bauernkammer sowie des ÖGB und natürlich der jungen Generation waren dabei.

Gemeinsam mit der Jugend

Die Interessensvertretung der älteren Generation ist mit 10 Jahren der jüngste Sozialpartner. Der Festakt bot daher Raum, um den Dialog zwischen Jung und Alt zu intensivieren. Jugendvertreter Mag. Philipp Nagel und PVÖ-Präsident Karl Blecha unisono: „Wir brauchen Generationensolidarität und keinen Generationenkonflikt!"

Sozialer Friede

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer betonte, „dass sozialer Friede Stabilität und Demokratie garantiert", und hielt ein Plädoyer für Verteilungsgerechtigkeit. Sozialminister Hundstorfer lobte das „konstruktive Miteinander" des Seniorenrates und bekräftigte auch dessen hohen Stellenwert gerade in seinem Ressort. Finanzminister Vizekanzler Josef Pröll verdeutlichte den hohen Stellenwert des Seniorenrates nicht zuletzt aufgrund der oft harten, aber letztlich fairen Verhandlungsrunden mit Karl Blecha und Andreas Khol. Reichtum sei nicht, wenn es ein paar wenigen gut gehe, sondern der gesamten Bevölkerung, stellte Bundeskanzler Faymann fest und trat vehement für die wirksame Bekämpfung von Armut ein. Der Bundeskanzler beschwor den Geist der Sozialpartnerschaft, um die Krise zu bewältigen. Faymann dankte den Seniorenvertretern für ihre Arbeit, weil sie „immer das Gemeinsame suchen".

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer zollte der älteren Generation „großen Respekt für die eindrucksvollen Leistungen des Wiederaufbaus der Zweiten Republik" und verurteilte wiederkehrende Versuche, „eine ganze Generation in der Öffentlichkeit negativ darzustellen und in Worten wie z. B. Graue Gefahr herabzuwürdigen". Das Staatsoberhaupt gratulierte dem Seniorenrat, „der sich in 10 Jahren zu einer wirksamen Vertretung entwickelt hat".

Unverzichtbar für die Republik

Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha, der gemeinsam mit Seniorenbund-Obmann Khol den Vorsitz im Seniorenrat führt, bezeichnete die Arbeit der Pensionistenvertreter als unverzichtbar. „Es geht darum, dass Entscheidungen mit jenen getroffen werden, die sie betreffen." Die Arbeit der Seniorenvertreter ist daher nicht auf das Thema Pensionen beschränkt. „Mit dem Alter kommt die Weisheit ...", zitierte Blecha ein bekanntes Sprichwort. „Das soll man sich zunutze machen, vor allem bei den schwierigen Entscheidungen, die im Herbst anstehen."

Der Österreichische Seniorenrat

Gesetzliche Interessenvertretung.
Dem Seniorenrat obliegt die gesetzliche Interessenvertretung von etwa zwei Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich. Als Dachverband der großen Pensionisten- und Seniorenorganisationen (Pensionistenverband, Seniorenbund, Seniorenring, ÖGB-Pensionisten) dient er als überparteiliches Gesprächsforum für alle Angelegenheiten, die ältere Menschen betreffen, seit 2000 als fünfter Sozialpartner.

Geschichte.
Ursprünge 1976; Neugründung am 3. Oktober 1997;  Bundessenioren-Gesetz 1998, dadurch wurde Seniorenrat auf gesetzliche Basis gestellt; Gesetzes-Novelle mit Sozialpartnerstatus 2000

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